Samstag, November 23, 2013

Aktuelles

Samstag 23. November  2013 

Am JadeWeserPort .....

...liegt seit gestern Abend der Containerliner "Maersk Bentonville". Was mit dem Schiff dort veranstaltet wird, haben wir nicht in Erfahrung bringen können. Gelöscht oder geladen wird nicht, was wir an der Stellung des achtarmigen Semaphors ersehen können, der wie die beigefügten Bilder zeigen, in Stellung absolute Flaute steht.


Weil sich offenbar nebst uns auch noch viele andere Beobachter der maritimen Szene an der Jade über die hochgeklappten Containerbrücken, bei gleichzeitiger Anwesendheit eines Maersk-Liners darunter liegend, Gedanken gemacht haben, ist auf der Küstenklatschwelle ein Gerücht zu uns hereingeschwappt, das uns neugierig gemacht hat.

Das Gerücht lautet: "Die Maersk Bentonville parkt so lange am JadeWeserPort bis in Bremerhaven ein Liegeplatz frei wird!"

Auch wenn wir nicht immer alles glauben, was an Nachrichten über den JadeWeserPort so berichtet wird, haben wir, neugierig wir nun einmal sind, die aktuelle Kajenbelegung in Bremerhaven kurz überprüft.

Tatsächlich, alles belegt!


Acht Containerschiffe liegen zurzeit an der Kaje des Containerterminals von Bremerhaven.

Von oben nach unten: "Maersk Stralsund", "Gunver Maersk", "Derby D", "Maersk Needham", "Philadelphia Express", "Iris Bolten",  Buxcoast" und "CMA CGM Jules Verne".

Dennoch nehmen wir die Information, die uns da heute Morgen auf der Küsten-Klatschwelle erreicht hat, nicht für bare Münze! ......

......aber die Verärgerung des Nordfrost-Chefs über die gegenwärtige Situation am neuen und einzigen Tiefwasser-Containerhafen an der deutschen Nordseeküste, mit der er sich heute im hiesigen Blatt eine ganze Zeitungsseite lang, im Zorn über den Hafenbetreiber, die Reederei Maersk sowie über die beiden Hafeneigner, die Länder Niedersachsen und Bremen auslässt,  können wir schon nachvollziehen.

 Auch Jan ist darüber verärgert....

....und er fragt sich jeden Tag aufs Neue: "Wo sind sie nur geblieben, all die klugen Leute, die noch vor ein paar Jahren wütend aufbegehrten wenn  damals nur jemand das Wörtchen -Ergänzungshafen- ganz leise aussprechen, oder aber gar den noch heute amtierenden Hafenbetreiber Eurogate als schlechte Wahl in Sachen JWP bezeichnen wollte ?"

???

Na vieleicht kommen die Herrschaften aus Hannover, aus Bremen und auch jene aus Wilhelmshaven, ja nach dem Wochenende aus ihren Verstecken hervor, nachdem sie sich alle gemeinsam eine beschwichtigende, und die Vorwürfe entkräftende Antwort auf die provokanten Äußerungen, die ihnen Herr Bartels im hiesigen Blatt heute auf Seite sieben ganzseitig zustellen ließ, ausgedacht haben. 

Diese Antwort wird, so vermuten wir,  nicht nur von Jan, mit großer Spannung erwartet.

 


 


 

Kommentare:

Hans-Joachim Zschiesche hat gesagt…

Nordfrost Chef Horst Bartels hat mit seinen Ausführungen in der WZ völlig recht. Es werden nur Bremer Interessen berücksichtigt.
Der Traum politischer Kräfte von einem "Gemeinsamen Norddeutschen Hafenkonzept" ist hier am JWP doch schon ein Alptraum und wird es auch wohl bleiben.
Selbst ein vollbelegter Containerhafen in Bremerhaven, bringt dem JWP als "Ergänzungshafen" keine zusätzliche Ladung und leere Container sind wohl auch schon keine mehr da.

In Oldenburg dagegen jammert man von einem lauten Bahnverkehr, der gar nicht stattfindet.
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig spricht von Nachtfahrverboten auf der Bahn WHV-OL (wo gibt es die sonst noch in Deutschland?), obwohl kein Zug den Schlaf der Oldenburger zur Zeit stört.
In was für einer Zeit leben wir eigentlich?

Anonym hat gesagt…

@Roland: Das würde ich nicht so dramatisch sehen mit der "Maersk Bentonville". Sie fährt den JWP nunmehr zum zweiten Mal an und hat bereits eine weitere angekündigte Ankunft im monat Dezember.
Und zu Herrn Bartels Verärgerung möchte ich mich nicht äußern, denn ich betrachte das "Tun" von herrn Bartels eher skeptisch.
@ Herrn Zschiesche: 1. Bitte das Urteil des Bundesverwaltungsge-richts genau lesen. Nicht nur das, was die Presse bruchstückhaft wiedergibt. 2. Sie als "Bahn-Beauftragter" sollten doch eigentlich genau ob der Situation an der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven Bescheid wissen. Ich sage sehr deutlich: Solange die DB AG die Strecke nicht grundsätzlich 2-gleisig hergerichtet hat, wird kein planmäßiger Bahn-Logistikverkehr aufgenommen werden. Die Strecke wird mindestens bis Ende 2014 teilweise immer nur im eingleisigen Wechselverkehr befahren werden können. Der nächste Abschnitt der entsprechend ausgebaut werden muss wird ab Frühjahr 2014 angegangen werden und zwar das teilstück zwischen der doppeleten Überleitstelle "Schwarzer Rabe" und Sande und das zeitversetzt in beiden Richtungen.
Nichts für Ungut von/aus "Tief im Westen" - Frank

Hans-Joachim Zschiesche hat gesagt…

Moin Frank!
Das Urteil aus Leipzig ist noch nicht öffentlich im Netz.
Wir als PRO BAHN Fahrgastverband müssen unsere Infos da holen und der bereit ist mit offenen Karten zu spielen.
Wir wollen hoffen, dass die Jahre 2014 und 2015 nicht nutzlos an der Strecke vorübergehen und das was geschieht, damit der Spuk wie SEV und Vollsperrung für den Personenverkehr mal ein Ende hat.
Der WZ haben wir den Bericht von Samstag, den 23.11.13 schon in Frage gestellt.