Sonntag, August 04, 2013

Aktuelles

Sonntag 4. August 2013

Wenn sich Jan, unser Hobbyfotograf recht erinnert, dann sollte in diesen schönen Wilhelmshavener Hochsommertagen die Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe des JadeWeserPort  am Tiefen Fahrwasser der Jade gefeiert werden.

Stattdessen hat Jan aus verschiedenen Medien in Erfahrung gebracht, dass sich die für den Bau und Betrieb des neuen Tiefwasserhafens verantwortlichen Gesellschafter, so wie bereits seit Baubeginn, auch weiterhin spinnefeind zu sein scheinen.

In diesen Tagen, wo es eigentlich einen Anlass zum Feiern geben sollte, wird zwischen der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft und dem Hafenbetreiber Eurogate über die auf der neuen Kaje noch fehlenden fünf Containerbrücken, über die Hafengebühren, über die 60 Millionen Euro, welche die Reparatur der neuen Kaje verursacht haben und noch über viele andere Dinge, die sich trefflich zum Streiten eignen, anstatt vernünftig miteinander zu reden, gestritten.

Das ist keine gute Marketingstrategie die zur Verbesserung der bestehenden Situation am "einzigen deutschen Tiefwasserhafen" beitragen könnte, meint Jan.

 Auch zu den oben angesprochenen, noch fehlenden fünf Containerbrücken im neuen Hafen, hat Jan eine gänzlich andere Meinung als die dafür verantwortlichen Herrschaften des Hafenbetreibers Eurogate.

Bei der Abfertigung des ersten etwas größeren Containerschiffes, der "Eugen Mearsk" am JadeWeserPort, vor etwa zwei Wochen, waren tagelang, wie es die Bilder hier zeigen, sechs von den acht Ladebrücken am JWP gleichzeitig eingesetzt.

 

 

Da ist es wohl zulässig, dass sich Jan fragt, wie denn dieser Hafenbetreiber in Zukunft mehrere der wirlich großen Schiffe der "Triple E-Klasse" die in Kürze in Fahrt kommen, hier gleizeitig abfertigen will.

Jan, der grüne Seemann, hat in diesem Zusammenhang den Eindruck gewonnen, als ob die Herrschaften bei Eurogate den neuen Wilhelmshavener Umschlagplatz an der Jade tatsächlich nur als Ergänzungshafen, oder sogar nur, wie es zurzeit für ihn den Eindruck hat, als Abschreibungsobjekt ansehen.

Wenn an  Jan's wohl etwas überzogen dargestellter Meinung auch nur ein Fünkchen Wahrheit nachzuweisen wäre, dann sollten sich die für den JadeWeserPort mitverantwortlichen Politiker in Hannover und Bremen so langsam einmal fragen ob ein Hafenbetreiber, der seinen Vertragsverpflichtungen nicht nachkommt, der geeignete Geschäftspartner für das von dort so vollmundig hochgepriesene "Jahrhundertbauwerk JadeWeserPort", des einzigen deutschen Tiefwasserhafens ist.


Zu einem schönen Willkommensschild

 gehört auch  ein Gesellschafter der selbst

 an den Erfolg seines Unternehmens glaubt

Aktuelle Analyse zum JadeWeserPort

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Vollkommen richtiger Kommentar!!!

Hans-Joachim Zschiesche hat gesagt…

Da kann ich Jan bei seiner Meinung nur zustimmen. Es scheint der Eindruck, dass Eurogate bei dem Gedanken, Umschlag von Bremerhaven nach Wilhelmshaven zu verlieren, die "Büx voll hat" richtig ist. Die immer noch ausstehende und wohl in den Sternen stehende Weservertiefung tut daran ihr übriges.
Auch die sogenannten "Neid-Medien" tragen natürlich auch wieder dazu bei Unruhe zu stiften.
Man sollte allerdings auch bedenken, dass die Belegschaft in Kurzarbeit ist.

Anonym hat gesagt…

Hallo Roland,

Du hast durchaus in vielem Recht!

Schau mal unter dem Link nach, für den 04. Oktober 2013 sind zwei "Karcher" von Maersk avisiert. Nebern der "Eugen Maersk" wird die "Majestic Maersk", derstes Typ-Schiff der neuen Groß-Generation Wilhelmshaven "JWP" anlaufen. Gruß von/aus "Tief im Westen" - Frank

@H.J. Zschiesche: Was sind "Neid-Medien"?