Samstag, November 21, 2009

Aktuelles

Samstag 21. November 2009


Ungefragt gequakt

Wenn stimmt, was wir dem klagenden Gekreische der Möwen im Nordhafengebiet an der Celler Straße entnahmen, wäre das wiederum eine Geschichte, die man unter der Rubrik "Dreckiger Sumpf in Wilhelmshaven" einordnen müsste.

Was wir da aus dem jammervollen Geschrei der über der IKEN-Werft kreisenden Vögel herausgehört haben, ist unglaublich, falls es sich tätsächlich bewahrheiten sollte.

Die Werft ist pleite, so hörten wir es von Möwe Emma, die schon seit vielen, vielen Jahren im jadestädtische Revier zu Hause und stets gut informiert ist, weil die Statik für ein Gebäude nachträglich komplizierter und der Bootshallenbau deshalb deutlich teuerer, als veranschlagt, wurde.

Die oben beschriebene Situation hat den finanziellen Rahmen der Werft über Gebühr belastet.

Obwohl der traditionsreiche Betrieb über eine gute Auftragslage verfügte, sahen sich die hiesigen Banken und die Stadt Wilhelmshaven außer Stande, so haben wir es gehört, mit einem Kredit oder anderweitig helfend einzuspringen.

Was uns Möwe Emma in der traurigen und für die Jadestadt ziemlich beschämenden Angelegenheit nicht berichtet hat, reimen wir uns hier nun selbst weiter zusammen:

Wir denken, dass die Stadt Wilhelmshaven und die hiesigen Kreditinstitute deshalb so ablehnend gehandelt haben, weil das IKEN-Werftgelände am Celler Ufer, das ein wirkliches Filetstück am Nordhafen ist, einem anderen, im Rathaus und in den Bankhäusern längst beschlossenem Verwendungszweck zugeführt werden soll.

Dass die Zwangsversteigerung des oben erwähnten Areals beim Wilhelmhavener Amtsgericht, auch das wissen wir von "Emma", bereits öffentlich gemacht wurde , bevor die Werft einen Insolvenzantrag gestellt hatte, ist ein Indiz dafür, so sehen wir die Sache, dass da wieder, um es vorsichtig auszudrücken, etwas ziemlich unfair nachgeholfen wurde um einen Schiffbaubetrieb zum Zwecke der Ansiedlung eines anderen auszubooten.

Wir sind schon jetzt gespannt darauf, welche Firma sich auf dem von den Iken-Werft-Eigentümern geräumten, lukrativen Nordhafengelände, am Celler Ufer demnächst ansiedeln wird.

Eigentlich könnte das, aber auch das sind Spekulationen, nur der Werftbetrieb am Grodendamm sein, der im Zusammenhang mit dem Vorhaben Jadeallee am jetzigen Ort wirklich nicht zum Flannieren auf dem großzügig geplanten Prachtboulevard der aufstrebenden Seestadt Wilhelmshaven passen würde.


Aus für die Yacht- und Bootswerft IKEN ??


Wir sind gespannt wie sich die Sache
etwickelt und beobachten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Jan und Hein



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nur ein Gedankengang Roland....

..... und was wäre, wenn die "Neue Jadewerft" dieses Gelände benötigen würde?


Gruß aus dem Westen

Frank

Anonym hat gesagt…

Egal, wo man genauer hinsieht, überall Intrigen und Machenschaften, das wird wieder mal ein tolles Weihnachtsfest.......Reinhard

Roland Wiegran hat gesagt…

Hallo Frank,
vielen Dank für Deine Anregung.

Da müssen wir wohl noch einmal etwas genauer hinhören, was die Möwen am Hafen so kreischen.

Gruß
Roland