Mittwoch, Januar 31, 2007

Wissenswertes (16)

Rettungsmöglichkeiten
aus havarierten Unterseebooten (6)

„Das Aussteigen aus verunglückten U-Booten wird geübt“.

Da man zu solchen Übungen nicht einfach im Einsatz stehende Boote verwenden kann, verfügen die U-Boot-Marinen über spezielle „Tauchtöpfe“ in denen die Besatzungen den rettenden Ausstieg aus einem havarierten Boot praxisnah üben können.

Tauchtöpfe sind tiefe Wasserbecken, unter denen eine U-Bootszentrale funktionsgetreu eingerichtet vorhanden ist. (Siehe Zeichnung).


In einem solchen Tauchtopf kann der gesamte Austauchvorgang praxisnah durchgeführt werden, ohne die übenden U-Bootbesatzungen zu gefährden.

Der Tauchtopf ist so eingerichtet, dass das Aussteigen schrittweise, aus unterschiedlichen Tiefen geübt werden kann. Die größte Austauchtiefe dieser Anlagen beträgt baulich bedingt allerdings nicht mehr als 30 Meter. Die Bundesmarine verfügt über zwei solche Trainingstöpfe. Der kleinere zehn Meter hohe Tauchtopf dient dabei der Wassergewöhnung und der Tauchretterausbildung. Im 30-Meter hohen Austauchturm nebenan wird das eigentliche Rettungstraining durchgeführt. Beide Tauchtöpfe unterstehen der U-Bootslehrgruppe in Neustadt / Holstein.

Das Training und der Ausstieg in diesen Anlagen ist so ungefährlich, dass bei 10 000 durchgeführten Übungsaufstiegen aus 30 Metern Tiefe keine ernsten Zwischenfälle eintraten.

Die U-Boot-Rettungs-Methode “Bouyant Ascent” oder “Free Escape”, wie sie auch genannt wird, dürfte bei den in Dienst befindlichen Unterseebooten der Bundesmarine bis zu Wassertiefen von sechzig Metern erfolgreich durchzuführen sein. Bei unterschotteten Booten, mit optimalen technischen Einrichtungen, wie beispielsweise einer Einmann- Ausstiegsschleuse, dürfte die Grenze der Fluchttiefe in etwa bei 200 Metern liegen.

Wissenswertes (15)

Rettungsmöglichkeiten

aus havarierten Unterseebooten (5)

Da während des Auftauchens der Wasserdruck nach oben hin immer geringer wird und sich demzufolge die Luft in der Lunge des austauchenden U-Bootfahrers entsprechend ausdehnt, könnte die überschüssige Luft, würde sie nicht ständig ausgeatmet, ein Platzen der Lunge oder zumindest schwere Schädigungen an ihr hervorrufen.

Atmet der U-Bootfahrer während des Aufstiegs ständig aus, so besteht für ihn kaum die Gefahr einer körperlichen Schädigung und schon nach etwa 35 Sekunden erreicht er die Wasseroberfläche um dort in das bereitstehende Rettungsschlauchboot zu klettern oder von herbeigerufenen Rettungsschiffen an Bord genommen zu werden. (das Rettungsschlauchboot wird vom verunglückten U-Boot, aus dem druckfesten Behälter in den es bei der Tauchfahrt gelagert ist, ausgestoßen, schwimmt auf, bleibt über eine Leine mit dem Havaristen verbunden und bläst sich an der Wasseroberfläche automatisch auf).

Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss von Rettungsaktionen nach der „Bouyant Ascent“ -Rettungsmethode ist ein schnelles Fluten des verunglückten Bootes damit die Aufenthaltszeit für die Besatzung unter den erhöhten Druckbedingungen möglichst kurz gehalten werden kann. Nur bei kurzen Verweilzeiten unter erhöhtem Druck können die Austauchstufen, denen Taucher sonst beim Auftauchvorgang aus großen Wassertiefen unterliegen, unberücksichtigt bleiben und der freie Aufstieg (free escape) durchgeführt werden.

Die Zeiten, bei denen dies möglich ist, werden mit zunehmender Tiefe immer kürzer und betragen bei 30 Metern etwa 30 Minuten, bei 60 Metern ungefähr 10 Minuten und bei 90 Metern Wassertiefe nur noch 5 Minuten.

Um die kürzest mögliche Verweildauer bei einem notwendigen Rettungsversuch aus einem verunglückten Boot zu erreichen, werden die U-Bootbesatzungen jährlich ein- bis zweimal auf den „Ernstfall“ vorbereitet.

Das Aussteigen aus einem verunglückten U-Boot wird trainiert. Wie das funktioniert berichte ich in der nächsten Folge.

wird fortgesetzt

Aktuelles 31. Januar 2007


Fünf "Hundettausendtonner"
an einem Tag

Schiffsmeldungen aus Wilhemshavener Zeitung vom 31.01.07

Fünf Öltanker von jeweils über 100 000 tdw
löschen über 500 000 Tonnen Rohöl an einem Tag

Einer der fünf Schiffsriesen
die "Stena Concertina" auf der Südreede

Aktuelles vom 31.Januar 2007


Bildbericht der Wilhelmshavener Zeitung zur

"Rotterdam"

Bildbericht Wilhelmshavener Zeitung vom 31.01.07
Bildbericht Wilhelmshavener Zeitung vom 31.01.07

Bildbericht Wilhelmshavener Zeitung vom 31.01.07

Hinweis: Die Bilder vom Einlaufen der "Rotterdam" in Wilhelmshaven am 4. September finden Sie hier bzw. hier oder unter dem Bogger- Suchbegriff Rotterdam

Dienstag, Januar 30, 2007

Wissenswertes (14)

Rettungsmöglichkeiten

aus havarierten Unterseebooten (4)

Den Druckausgleich erreicht man durch das Fluten des Bootes. Öffnet man die Torpedorohre und Schnorchelkopf- und Fußventile, so läuft das havarierte Boot schnell voll.

Das Seewasser strömt nun so lange ein, bis die im Boot eingeschlossene Luft auf den Druck der Außenwassersäule komprimiert ist.

Während des Flutens atmet die Besatzung aus dem „Tauchretter“, einem speziellen Atmungs –Tauch- und Rettungsgerät der U-Bootfahrer, um CO2-Vergiftungen zu verhindern.


Wenn Außen und Innendruck gleich sind, lässt sich das Turmluk mühelos öffnen.

Um dabei das Entweichen der komprimierten Luft zu verhindern bedient man sich eines Sülls das vor dem Fluten des Bootes als so genannte Luftfalle unter dem Turmluk befestigt wird (siehe Zeichnung 2).

Eine Abbildung des "Lederrettungssülls!, das auf jedem Unterseeboot vorhanden und stets griffbereit gelagert ist, finden Sie hier.

Die U-Bootsbesatzung ist nach dem Fluten des Bootes ebenfalls den Außendruckverhältnissen ausgesetzt. Dies bedeutet, dass die Männer, wenn sie jetzt im Boot aus der eingeschlossenen Luftblase einatmen, komprimierte Luft von vier atü einsaugen, was bei einem Lungenvolumen von fünf Litern theoretische 25 Litern unter Normaldruckverhältnissen entspricht. Da der Aufenthalt unter solchen Verhältnissen bereits nach relativ kurzer Zeit zu Schädigungen der Lunge führt, ist nun Eile geboten

Wenn die U-Bootfahrer jetzt, nach einem letzten tiefen Atemzug aus dem Tauchretter unter dem Ledersüll hindurchtauchen, um das havarierte Boot zu verlassen, beginnt der gefährlichste Teil des Rettungsmanövers.

wird fortgesetzt

Maritimes auf alten Postkarten (8)


Alte Wilhelmshavener Fotos aus dem Archiv
von
Detlef Sengebusch

Dampfer "Schleswig" in der Schleuse

Am Handelshafen

Linienschiff "Braunschweig"

Illumination der Flotte

Hafenbild

Rückkehr von "U 9"

wird fortgesetzt

Aktuelles 29.Januar 2007

"Ja, mir sand mim Radl da"

Fregatte "Augsburg" F 213
Auslaufen zur Ausbildung in die Nordsee

Fregatte "Lübeck" F 214
-mit fliegendem Begleitschutz-

Saugbagger "Nordsee"
schleust durch und ...

...läuft ohne Schlepperhilfe in die Werft

...um am Werftkai direkt
neben dem Schwimmdock festzumachen.

Montag, Januar 29, 2007

Maritime Kunst (7b)


Welle über die Mauer

von
Werner Reichhold

Vor goldenem Hintergrund

An einem stürmischen Tag

Als Wegweiser zum Strand

An einem nasskalten Herbsttag

In der Abenddämmerung

Als leuchtender Hintergrund

Maritime Kunst (7a)


Welle über die Mauer
von
Werner Reichhold (1982)

Ein besonders schönes Kunstwerk, das wohl jeder
Wilhelmshavener kennt, ist die Metallinstallation
in Höhe der Kaiser Wilhem Brücke am Beginn der
Südstrandpromenade.
Werner Reichhold, der das großartige Werk unter Mithilfe des
Marinearsenals schuf, hatte ein wunderbares Gespür für den
Aufstellungsort seiner Arbeit zwischen der Brückenzufahrt und dem Strand.
Ihm zur Ehre ein paar Fotos die sein Werk im schönsten Fotolicht zeigen.

Im Licht der Morgensonne

Sonnenaufgang

Sonnenuntergang

Winteraufnahme

Durchblick zum Leuchtturm

Im gleissenden Vormittagslicht

Am frühen Morgen mit Möwen

wird fortgesetzt

Maritimes auf alten Postkarten (7)


Alte Wilhelmshavener Fotos aus dem Archiv
von
Detlef Sengebusch

Blick auf die Werft

Im Reichskriegshafen

Bauhafen

Hafenpartie

Städtischer Dampfer
"Dr. Ziegner-Gnüchel"

Hulk "Gazelle" im Handelshafen

wird fortgesetzt

Sonntag, Januar 28, 2007

Wissenswertes (13)

Rettungsmöglichkeiten

aus havarierten Unterseebooten (3)

Nehmen wir den Fall an, ein Küsten-U-Boot hatte in der Ostsee aufgrund eines Navigationsfehlers heftige Grundberührung. Große Risse an der Oberkante der Tauchzellen machen ein Anblasen, also das Auftauchen mit Hilfe von Druckluft unmöglich. Zusätzlich wurden bei der Havarie Tiefen- und Seitenruder, sowie die Schraube beschädigt. Alle Versuche, das in vierzig Meter Wassertiefe liegende Boot vom Meeresgrund zu lösen und aufzutauchen, schlugen fehl.
Die Inneneinrichtungen des Unterseebootes blieben funktionsfähig bis auf einige Batterien, die durch eingedrungenes Seewasser nun gasen und damit die Raumluft im Boot durch dabei entstehendes Chlorgas sowie Salzsäuredämpfe verseuchen. Aus diesem Grund entschließt sich der Kommandant schließlich, nachdem die Lage für seine Besatzung lebensbedrohlich wird, zum „Aussteigen“.

Da im havarierten Boot nahezu normale Druckverhältnisse bestehen, der Außendruck der Wassersäule über dem Turmluk bei vierzig Metern Wassertiefe jedoch fünf Atmosphären beträgt, lässt sich der Lukendeckel des Bootes nicht öffnen. (siehe Zeichnung 1)

Um das Öffnen des Turmluks zu ermöglichen, müssen die Druckverhältnisse im Boot mit denen des Wasseraußendrucks auf einen Nenner gebracht werden. Den Druckausgleich erreicht man durch das Fluten des Bootes.

Das Gewicht der Wassersäule über dem Boot
verhindert das Öffnen des Turmluks

wird fortgesetzt

Mit der Kamera unterwegs


Fotos vom Bontekai
und
der Standortverwaltung

Werbefläche an der Außenwand

Moderne Architektur

Spiegelung

Wappen am schmiedeeisernen Tor

Ausgemustertes Seezeichen
(weitere alte Tonnen finden Sie hier)

Ein ausgedienter Bootspropeller

Mit der Kamera unterwegs


Ein Nebeltag (3)

Kein Tag für schöne Fotos...

U-Boot im Nebel

Kw-Brücke mit Anker

"Stillleben" im Nebel

Die alt-ehrwürdiege Brücke
-hat schon schönere Tage erlebt-

Letzte Nebelaufnahme
(versprochen)

Samstag, Januar 27, 2007

Wissenswertes (12)


Rettungsmöglichkeiten

aus havarierten Unterseebooten (2)

Zweifelsfrei ist der Aufenthalt des Menschen unter Wasser, in einem ihm noch relativ fremden Element, mit erhöhtem Risiko verbunden. Laufend verbesserte Sicherheitseinrichtungen auf U-Booten sowie modernste Rettungsverfahren für nach Tauchunfällen in ihrem Unterwasserfahrzeug eingeschlossenen Besatzungen, verbunden mit spezieller, System bezogener Ausbildung der U-Bootfahrer, halten das Risiko an Bord der Unterwassereinheiten so gering wie nur möglich.

Die Bewältigung der systembedingten Gefahrenmomente gehört für die späteren U-Bootbesatzungen zum festen Ausbildungsprogramm und wird auch an Bord der im Einsatz stehenden Boote häufig geprobt.

Um eingeschlossenen U-Bootsbesatzungen, deren Boote durch Tauchunfälle, Wassereinbruch oder durch technische Mängel nicht mehr auftauchfähig sind, zu helfen, gibt es mehrere Rettungsverfahren.

Es kann entweder das gesamte Boot von einem Rettungsschiff gehoben werden oder aber die Mannschaft mit einem besonderen Rettungs-U-Boot geborgen werden.

Die letzt genannte Rettungsmethode, bei der das DSRV (Deep Submergence Rescue Vessel) durch Flugzeuge oder Schiffe schnell zum Unglücksort gebracht wird, ist bei der US-NAVY heute die bevorzugte Rettungsvariante.

Kleinere Marinen, insbesondere jedoch die Seestreitkräfte der Nord- und Ostseeanrainer, mit ihren Flachwasser-Operationsgebieten, bevorzugen die „Buojant-Ascent“ – oder „Free Escape“ - Rettungsmethode.

Nur diese eine U-Bootrettungsmethode soll in der Folge näher beschrieben werden.

wird fortgesetzt, siehe auch hier

Zeit für ein bisschen Humor


Humor auf alten Postkarten

Verstrickt oder angebandelt

Im Kielwasser

Mit der Kamera unterwegs


Ein Nebeltag (2)

Molenkopf der 3. Einfahrt im Nebel

Schaurig schön

"Sicht gleich null" auch am Signalturm
der einstigen 3. Einfahrt

Das Lotsengebäude am Bauhof im Nebel

"Leuchtendes Rot" nun ziemlich matt

"Grau in grau" auch am Nassauhafen

wird fortgesetzt