Mittwoch, Oktober 11, 2006

Strand- und Watterkundung (6)

Egal ob essbar oder nicht,

neben dem Wattwurm gibt es noch viele andere Dinge im Watt, die es zu erkunden gilt.

Muscheln in vielerlei Form und Farbe fordern zum Sammeln auf.

Ein durchsichtiger Wackelpudding entpuppt sich bei näherer Untersuchung als eine sterbende Qualle, die das Einsetzen des Ebbstroms vermutlich falsch vorausberechnet hat und deshalb gestrandet liegen blieb.

Beschauliches Staunen erweckt das Riffelwatt beim Neuling unter den Wattläufern. Die gleichmäßig geschwungenen, wellenförmigen Sandlinien, von Wind und Wasser im Ebbstrom geschaffen, wirken auf dem nassen Untergrund wie ein überdimensionales, von Künstlerhand gefertigtes Großrelief.

Auf den aus dem Sand herausragenden Steinen an der Prielkante haben sich Seenelken angesiedelt und scheinen sehnsüchtig auf das bald wieder auflaufende Wasser zu warten.

An der Wassergrenze, dort wo stetig rollende Wellen auf des Watt laufen, werden Muscheln, Garnelen und andere Schalentiere auf den Sand gespült.

Gleich dahinter, nur einen Steinwurf entfernt, eine leuchtendgrüne Fahrwassertonne. Sie begrenzt das über 20 Meter tiefe Jadefahrwasser und weist dem einlaufenden Tanker dahinter den Weg zum Ölhafen.

Ein Krabbenkutter, begleitet von einem Schwarm kreischender Möwen schippert in Rufweite zu den Wattwanderern an der Wasserkante entlang und versucht im flachen Fischgrund dahinter sein Glück. In regelmäßigen Zeitabstanden werden auf dem Fischerboot die Fangkörbe aus dem Wasser gehievt um die gefangenen Krabben in die bereitstehenden Behälter an Bord zu entleeren. Den Beifang bekommen die Möwen, die sich gierig und mit lautem Gekreische sogleich darum zanken.

Das wellenförmige Riffelwatt

In den Prielen läuft noch immer das Wasser ab

Eine Muschelbank mitten im Watt

Krabbenkutter verfolgt von kreischenden Möwen

Immer wieder werden die Fangkörbe geleert

Ein Hobbyfischer in seinem selbstgebauten Gefährt

wird fortgesetzt

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