Montag, Juli 24, 2006

Flugzeugträger auf der Jade (6)


F-14 Tomcat. -Dieser Zweisitzer mit Doppeldüsenantrieb und Schwenkflügeln ist ein Allwetter-Abfangjäger. Er trägt "air to air" missiles um feindliche Flugzeuge zu bekämpfen. Geschwindigkeit: Mach2, Reichweite 3.000km-

Flugbetrieb an Bord

Am Morgen vor Beginn der „flight operations“ beginnt auf dem Trägerdeck ein emsiges Treiben. Hunderte von Männern laufen scheinbar planlos durcheinander, verrichten hier einige Handgriffe, laufen kreuz und quer über das Flugdeck, machen sich hier und dort zu schaffen, geben Zeichen, tragen Gerät oder arbeiten an den Flugzeugen. Der uneingeweihte Beobachter muss das Ganze für ein heilloses Durcheinander halten.

In Wirklichkeit jedoch läuft auf dem Flugdeck ein ausgeklügelter und äußerst sinnvoller Netzplan ab, bei dem jeder der Männer zeitgerecht seine Aufgaben zu erledigen hat. Jeder der Beteiligten weiß genau, wann er was wo zu tun hat und wann dies erledigt sein muss. Das scheinbar unentwirrbare Durcheinander ist in Wirklichkeit Präzisionsarbeit mit exaktem Timing, tausendfach geprobt und gedrillt.

Zur besseren Unterscheidung tragen die Männer auf dem Flugdeck verschiedenfarbige Helme und Arbeitskleidung. So sind die blau gekleideten Männer verantwortlich für den Transport der Flugzeuge, weiß gekleidet ist die Bedienmannschaft der Aufzüge. Die Soldaten in grünen Pullis bedienen die Katapulte und die Fangseileinrichtung. Grünen Helm zum gelben Pulli tragen die Aussichtsoffiziere an den Katapulten. Rot behelmt und gekleidet sind Rettungs- und Bergungstrupps sowie Waffenspezialisten.. Purpurrote Farben kennzeichnen die Tankmannschaft während braun von den Piloten getragen wird. Der rote Helm zur braunen Fliegerkombination kennzeichnet die Hubschrauberpiloten und schließlich handelt es sich bei den leuchtend gelb gekleideten und behelmten Männern um die Flugzeugeinweiser im Offiziersrang. Sie sind es, die startklaren Flugzeuge mit genau festgelegten Hand- und Armzeichen zu den Katapulten dirigieren und die, wenn es soweit ist den Startbefehl geben.

Etwa zehn Minuten vor dem Flugbetriebsbeginn erfüllt ohrenbetäubender Lärm die Luft. Es sind die Propellermaschinen die zuerst angelassen werden um die Kolbenmotoren genügend vorzuwärmen. Der Lärm schwillt noch weiter an wenn die Aggregate der Düsenflugzeuge gestartet werden, Eine Verständigung der Männer untereinander auf Zuruf ist nun nicht mehr möglich. Alles muss jetzt wie am Schnürchen ablaufen und klappen. Nur mit Zeichen verständigt man sich untereinander.

Der Träger dreht in den Wind und geht auf Höchstfahrt um die günstigste Relativwindgeschwindigkeit- und Windrichtung zu erlangen. Durch grünes Lichtsignal gibt der „air-boss“ dann vom Tower aus seine Erlaubnis für den Beginn der Flugoperation.

Der „Gelbe Mann“ am Katapult lässt die erhobene Hand über dem Kopf kreisen. Der Pilot im Flugzeug schaltet die Triebwerke auf volle Leistung. Der Einweiser tritt zurück, zeigt plötzlich mit ausgestrecktem Arm nach vorn, währende er auf einem Bein niederkniet. „Bahn frei“, dies ist das Startzeichen. Die Zugkraft des Katapults wird schlagartig freigegeben, die Haltevorrichtung am Heck der Maschine fällt und mit ungeheuerer Gewalt wird das Flugzeug vom Dampfkatapult nach vorne gerissen. Die Ablaufstrecke des Katapults ist 80 bis 90 Meter lang. Zwei Sekunden benötigt die Laufkatze für diese Strecke und hat am Anschlag eine Endgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern erreicht. Beschleunigung von Null auf 300 km/h in drei Sekunden. Ungeheuere Belastungsprobe für Fluggerät und Piloten.

Schon senken sich die Feuer abweisenden Schutzplatten zurück und die nächste Maschine rollt darüber hinweg zur Startposition, wird verankert, während die grün gekleideten „hookrunners“ zum Katapult rennen um es eilig für den nächsten Start klarzumachen. Erneut tritt der Mann im gelben Pulli vor die Maschine und gibt sein Zeichen.

An vier Katapulten gleichzeitig wiederholt sich dieser Vorgang mit unglaublicher Geschwindigkeit. Manchmal steigen vier Flugzeuge gleichzeitig auf und nach nur wenigen Minuten sind vierzig bis fünfzig Maschinen in den Himmel „geschossen“.

Ruhe kehrt ein auf dem Flugdeck. Die fauchenden Ungeheuer sind inzwischen weit entfernt von ihrem Träger, irgendwo über den Wolken und fliegen ihre Übungsziele an. Auf dem Schiff indes beginnen die Vorbereitungen für die Landung.

Wird fortgesetzt

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

I say briefly: Best! Useful information. Good job guys.
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